Montag, 4. Januar 2010

2009 hat Platten gehabt.

Und was für welche.
Musikalisch gesehen ging da was im vergangenen Jahr. Und deathhalb an dieser Stelle ein kleiner Rückblick, wehmütiger Dings.

TOP 10 2009

1. Killswitch Engage - Killswitch Engage
Nice. Auch wenn Brendan O'Brien den Jungs leider nicht den erhofften warmen und natürlichen Sound verpassen konnte, so hat die Band um Wunderknabe Adam Dutkiewicz mal wieder (!) einen Ohwurm an den nächsten gereiht! Beispiele gefällig? "The forgotten", "Reckoning", "Save me" usw.

2. Cannibal Corpse - Evisceration plague
Allein der genial sägende Gitarrensound frisiert einem die Ohren neu. Die Songs sind für mich die mit Abstand besten der 10-jährigen Cannibal Corpse Diskographie und auch einen deutlichen Schlag in die Eingeweide besser, als die gesamte Todesbleikonkurrenz... Siehe, bzw. höre: "Shatter their bones", "Priests of Sodom", "A cauldron of hate"

3. Kreator - Hordes of chaos
Von Produzent Moses Schneider (u.a. Tocotronic - iek!) mit dem besten Metal-Sound seit dem Black Album von METALLICA gesegnet und live eingespielt konnte dieses Meisterwerk eigentlich nur gewinnen. Melodie und Härte in perfekter Harmonie. Das klingt nach Pathos - zu Recht! "To the after burn", "Warcurse", "Amok run"

4. Electric Six - Kill
Der völlig obskure Mix aus Garage, Disco, Punk und allem, was sonst noch nicht bei drei auf den Bäumen war, geht erstaunlicherweise direkt ins Blut und wahrscheinlich auch in die Tanzbeine. Intelligente Texte gibt's noch obendrein. "Waste of time and money", "I belong in a factory", "White eyes"

5. Alice In Chains - Black gives way to blue
Nichts trifft es an dieser Stelle besser als "Wer hätte das gedacht?" Unfassbar, wie hier an alte Glanztaten angeknüpft wird! Ein Album als Gesamtkunstwerk. Schwer, da Anspieltipps zu finden. Aber der Brecher "A looking in view" gehört sicher ganz nach vorn. Anhören, versinken.

6. Megadeth - Endgame
Was ein bekacktes Cover. Wo ist zum Henker ist Vic Rattlehead?! Anyway, die Musik spricht zum Glück für sich selbst und auf diesem Gebiet macht Megadave so leicht keiner was vor. Gitarrenorgien treffen Ohrwürmer. "44 Minutes", "How the story ends", "The right to go insane"

7. The Black Dahlia Murder - Deflorate
Okay, nach dem unsterblichen Überalbum "Nocturnal" war klar, dass die Jungs sowas nicht einfach nochmal aus der Doublebass kugeln können. Trotzdem finden sich auf "Deflorate" noch genügend Abrissbirnen im Zeitrafferformat, die Omma das Fürchten lehren: "Black valor", "That which erodes the most tender", "I will return"

8. The Lonely Island - Incredibad
Wenn ein Album den "Parental Advisory" Sticker verdient hat, dann dieses. Was die drei Vollhonks hier an Musikcomedy abziehen, übertrifft auch den weirdesten Al. Und dabei haben sie auch noch Superstarunterstützung von Timberland & Timberlake. Nur schade, dass der größte Kracher "Motherlover" nicht auf dem Album ist.

9. Despised Icon - Day of mourning
Und wehe, wenn sie losgelassen! Trotz Triggerdrums und Protools macht diese Platte richtig Spaß. Und das, weil die Canadier dem Genre Deathcore wieder den Tod (bei)bringen. Nur selten wird da so geflissentlich gebrandrodet wie mit "MVP" oder dem Titeltrack "Day of mourning"

10. Hypocrisy - A taste of extreme divinity
Hypocrisy haben schon seit "Roswell 47" diese einmalige Mischung aus bruttig bis nach Meppen und feinsten Melodiebögen kultiviert. Nur dieses mal haben sie eine erstaunliche Hitdichte für ein Album produziert. Lang lebe die Hypokratie, das "Solar empire" und "Hang 'em high"!

Montag, 28. Dezember 2009

Der Barth ist ab.

Der berühmteteste Zotenreißer und Spökskenerzähler nach Fips Asmussen ist 2009 wieder zurückgekehrt (und dank omnipräsenten Media Markt Marketings malträtiert er uns auch 2010 munter weiter) . War der überhaupt lange genug weg, um schon wieder zurückkehren zu dürfen? Na gut, alle, die den Mario für den Heilsbringer ihres tristen Hartz IV Daseins halten, werden argumentieren, Jesus hätte sich da ja auch nur drei Tage Zeit für gelassen.
Und was hat der Berliner Multimillionär im Gepäck? Den alten Koffer mit den Männer - Frauen Witzchen. Er erzählt an einer Pointe so lange rum, dass ich nach fast 10 Minuten klimaxischen Übersteigerns am Ende gar nicht mehr weiß, warum ich nicht lache, weil ich den Anfang schon längst vergessen habe.
Aber warum lacht der Deutsche dann trotzdem?
Weil er nach 100 mal "Kennste?!", "Pass auf!" und "giggelgiggel" einfach nur noch froh ist, wenn die Schote endlich gerissen ist. Das ist wie beim Nießen. Wenn es minutenlang in der Nase kribbelt, möchte man einfach nur noch, dass es aufhört. Insofern bleibt eigentlich nur noch beschämt zu sagen:
Mario Barth ist peinlich. Wir aber auch!

Samstag, 28. November 2009

Aufhören, bitte. Seriously!

Oh my Metal-God!

Das Hetfield und Co in letzter Zeit permanent Videos ihrer unsäglichen Live Auftritte im Internet präsentieren, ist ja schon schlimm genug. Damit der Rubel aber weiter fließt, kommen jetzt auch noch gleich mehrere DVDs auf den Markt. Den Anfang macht ein Konzert aus Frankreich und darauf folgt der unten verlinkte Untergang des Abendlandes aus Mexiko. Moment mal - Mexiko, das hatten wir doch schon mal! Man braucht gar nicht erst die geniale Live Shit Box (1993!) aus dem Regal zu holen, um zu hören, dass der aktuelle Status dieser Legende auf eine schäbige Karikatur ihrer selbst zerfallen ist. Ihr uriniert auf euer eigenes Grab, ihr bekackten Rentner! Werft doch gleich den Rollator und die Krücken hinterher.

Und wehe hier ruft einer Zugabe! Das kann ich nicht mehr ertragen. Man gebe Senior Ul$ich bitte sofort seine Schwimmflügel. Und Papa Hetfield seine Eier zurück.



Ab 1:30 nimmt das Unheil seinen Lauf...

Mittwoch, 25. November 2009

Vorsicht, Captain! Flatulenzen voraus.

Was wäre wenn...
Die schönsten Gaming-Momente durch übermäßgen Dönergenuß im Vorfeld schon doomed gewesen wären?

Sonntag, 15. November 2009

Little Big Parallelwelt

Bevor die Medien sich wieder über neues Futter für die unsägliche Killerspiel-Debatte freuen (thanks to the infamous Flughafen-Szenerie in MW2)... Wir können auch - anders:


Samstag, 1. August 2009

Der Zirkus ist in der Stadt

Während uns Britney Spears ja zum Glück nur 1x in Deutschland mit ihrem müden Circus-Gehoppel (da gehe ich ja lieber in den Streichelzoo) belästigt hat, kommt per MTV endlich mal wieder eine neue Show von "Jackass" Johnny Knoxville zu uns rübergeschwappt.

Nach den schlichtweg genialen WildBoyz nun also ein Haufen durchgeknallter Stuntmen, die im Nitro Circus den größtmöglichen Kappes in der Luft, auf Rädern und im sinnbefreiten Raum anstellen. Groß.

Ganz besonders fein ist übrigens auch mal wieder die Auswahl des Titelsongs. Nach Turbonegro nun also Boston's Finest: Dropkick Murphys!



Der Song heisst "The state of Massachusetts" und ist vom aktuellen Kneipenopus "The Meanest of Times".

Übrigens findet der mittlerweile schon legendäre Baby-Dreirad Backflip aus dem Intro natürlich auch seine (Baby-)Nachahmer:



Yeeeeaaah. Und jetzt geh ich das schnell meiner Mama erklären.

Sonntag, 26. Juli 2009

What's the matter with the kids today?!

Vor der Bühne ist auf der Bühne.
Dieser Spruch dürfte mittlerweile leider bei vielen Konzerten gelten. Im Metal findet sich durch die Vermischung des Genres & Publikums mit dem Hardcore immer mehr von dessen unsäglichem Tough-Guy Gehabe wieder. Das nimmt gerade im Deathcore teils groteske Ausmaße an. Wenn nur die ersten zwei Reihen überhaupt noch der Band zuschauen, der Rest des Publikums entweder damit beschäftigt ist, möglichst hart auszusehen oder darauf zu achten, nicht von möglichst hart pogenden Armschleudern ausgeknocked zu werden, dann ist derbe was faul im Staate Schwermetall. Wie brüllen es Suicide Silence doch so passend von der Ego-Ramp auf der Bühne runter:

Wake up!

Seriously.